Narkolepsie: Definition, Ursache, Typen und Therapie

Narkolepsie: Definition, Ursache, Typen und Therapie

Narkolepsie: Definition, Ursache, Typen und Therapie

Die Narkolepsie ist eine Erkrankung, die der Gruppe der Schlafsüchte zugeordnet wird. Bei der Narkolepsie ist die Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus gestört. Typisch für die Erkrankung ist, dass Betroffene tagsüber spontan einschlafen. Durch das unkontrollierte, spontane Einschlafen kann es zu Unfällen und anderen schwerwiegenden Folgen kommen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Narkolepsie auch als Schlummersucht oder Schlafkrankheit bezeichnet.

Narkolepsie: Definition

Bei der Narkolepsie handelt es sich um eine neurologische Erkrankung. Bei Betroffenen ist der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört und es kommt zu einer ausgeprägten Tagesschläfrigkeit. Die Erkrankung gilt als nicht heilbar und hält ein Leben lang an. Die Narkolepsie ist eine Hypersomnie. Hypersomnie ist der Fachbegriff für „Schlafsucht“. Eingeteilt wird die Narkolepsie in drei Gruppen. Es gibt die klassische Narkolepsie, die monosymptomatische Narkolepsie und die sekundäre Narkolepsie. Man spricht im Rahmen der Narkolepsie Definition auch von Narkolepsie Typ 1 und Narkolepsie Typ 2. Bei Narkolepsie-Patienten ist der Schlaf-Wach-Rhythmus so stark gestört, dass es zu einer verstärkten Müdigkeit am Tag kommt. Die Tagesschläfrigkeit kann so stark sein, dass man dem Drang zu schlafen, nicht widerstehen kann. Das heißt, viele Betroffene schlafen während alltäglicher Situationen wie dem Kochen, Autofahren oder der Arbeit am Schreibtisch ein. Bei der Narkolepsie Typ 1 kommt es zusätzlich zu der ausgeprägten Tagesschläfrigkeit zu Kataplexien. Laut Definition versteht man unter einer Kataplexie das Erschlaffen der Muskeln. Die Betroffenen schlafen nicht nur ein, sie sacken zusammen. Die Typ-1-Narkolepsie ist die häufigste Form dieser Erkrankung. Bei der Narkolepsie Typ 2 kommt es nicht zu Kataplexien. Als sekundäre Narkolepsie werden alle Narkolepsien bezeichnet, die in Folge einer anderen Erkrankung auftreten. Solche Erkrankungen können Tumore oder Verletzungen des Hirnstamms sein. Man geht davon aus, dass etwa 40.000 Menschen in Deutschland unter Narkolepsie leiden. Da die Erkrankung nur schwer zu diagnostizieren ist, könnte die Dunkelziffer viel höher sein. Oftmals treten erste Symptome einer Narkolepsie zwischen dem 15. Und 25. Lebensjahr auf. Bis zur endgültigen Feststellung der Erkrankung vergehen oftmals Jahre. Zu den Narkolepsie Anzeichen gehören vor allem die ausgeprägte Tagesschläfrigkeit. Diese kann sich mit der Zeit noch verstärken. Am Anfang der Erkrankung kann die ausgeprägte Schläfrigkeit oftmals noch durch Bewegung oder andere Stimulationen überwunden werden. Kataplexien, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Halluzinationen und automatisches Verhalten können die Narkolepsie begleiten.Die Narkolepsie ist eine organische Erkrankung, die auf eine Funktionsstörung im Gehirn zurückgeführt wird.

Folgende Punkte sind charakteristisch für die Narkolepsie:

- In der Regel treten die ersten Symptome dieser Erkrankung im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf. Es ist möglich, dass sich die Narkolepsie auch im Kindesalter oder im späteren Erwachsenenalter zeigt.

- Charakteristisch für die Narkolepsie ist die ausgeprägte Schläfrigkeit am Tag. Durch diese Tagesschläfrigkeit kann es im Laufe des Tages immer wieder zu spontanem Einschlafen kommen. Das spontane Einschlafen macht die Narkolepsie so gefährlich. Durch die ausgeprägte Schläfrigkeit am Tag kann es zu Unfällen kommen.

- Die Lebenserwartung wird durch die Narkolepsie nicht beeinträchtigt. Die Lebensqualität kann jedoch unter der Schläfrigkeit leiden.


Narkolepsie: Ursachen

Die Narkolepsie ist eine organische Erkrankung, die auf eine Funktionsstörung im Gehirn zurückgeführt wird. Die Funktionsstörung betrifft die Bereich des Gehirns, die für die Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich sind. Es handelt sich also um eine körperliche Erkrankung und nicht um eine psychische. Auch wenn Narkolepsie Anzeichen den Symptomen einer Alkoholsucht oder Depression ähneln können. Die Ursache dieser neurologischen Erkrankung ist noch nicht abschließend geklärt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer idiopathischen Hypersomnie. Idiopathisch bedeutet, dass eine Erkrankung ohne erkennbare Ursache auftritt. Laut Experten gibt es verschiedene Faktoren, die die Entstehung dieser Erkrankung beeinflussen können. Vermutet wird ein Zusammenspiel zwischen Umweltfaktoren und erblichen Faktoren. Unter Medizinern wird diskutiert, ob die Narkolepsie zu den Autoimmunerkrankungen gezählt werden muss. Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich die körperliche Abwehr gegen eigene Zellen. Neueste Untersuchungen weisen darauf hin, dass Hypocretin eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankung spielen könnte. Hypocretin (Hypocretin-1 und Hypocretin-2 sind auch als Orexin A und Orexin B bekannt) ist ein Neuropetid-Hormon. Dieses Neuropeptid-Hormon beeinflusst das Ess- und Schlafverhalten. Gebildet wird es im Hypothalamus. Der Hypothalamus beschreibt einen bestimmten Bereich im Gehirn. Patienten, die unter Narkolepsie leiden, haben weniger Hypocretin in der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit.  In Folge einer Schlafapnoe kann es durch den nicht erholsamen Nachtschlaf ebenfalls zu einer verstärkten Tagesschläfrigkeit kommen.

Es wird vermutet, dass die körpereigene Abwehr fehlgeleitet wird und die Zellen, die Hypocretin produzieren, zerstört. Daneben können auch Infektionen mit Streptokokken und Grippeviren eine Rolle spielen. Es soll zudem zu mehreren Fällen von Narkolepsie durch die Impfung gegen die Schweinegrippe gekommen sein. Es liegen allerdings keine eindeutigen Belege vor. Vermutet wird außerdem, dass entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose und starker, anhaltender Stress zu einer Narkolepsie führen können. Diskutiert wird auch eine gewisse Veranlagung. Betroffene weisen zudem eine genetische Gemeinsamkeit auf. Doch nicht jeder, der diese spezifischen Gene aufweist, erkrankt tatsächlich an Narkolepsie. Eindeutige Belege für die genannten Narkolepsie Ursachen gibt es bislang jedoch nicht. Wichtig zu wissen ist, dass die Narkolepsie auch in Verbindung mit einer Schlafapnoe auftreten kann. Unter einer Schlafapnoe versteht man Atemaussetzer. Zu diesen Atemaussetzern kann es jede Nacht kommen. Erst wenn der Körper durch das Aussetzen der Atmung wach wird, setzt die Atmung wieder ein. Zu einem Atemaussetzer kann es einmal oder mehrmals pro Nacht kommen. Der Schlaf bringt nicht die notwendige Erholung. In Folge einer Schlafapnoe kann es durch den nicht erholsamen Nachtschlaf ebenfalls zu einer verstärkten Tagesschläfrigkeit kommen. Bei vielen Narkolepsie-Patienten tritt gleichzeitig die Schlafapnoe auf. Beide Erkrankungen müssen angemessen behandelt werden.


Narkolepsie: Typen

Bei der Narkolepsie unterscheiden Mediziner mehrere Typen. Es gibt die Narkolepsie mit Kataplexie, die Narkolepsie ohne Kataplexie und die symptomatische Narkolepsie. Die Narkolepsie Typ 1 wird dadurch definiert, dass zeitgleich Kataplexien auftreten. Kataplexien bezeichnen eine Erschlaffung der Haltemuskulatur auf beiden Seiten. Ausgelöst werden können Kataplexien durch starke Emotionen. Intensive Gefühle wie Freude, Stolz und in einigen Fällen auch Ärger können eine Kataplexie auslösen. Diese Kataplexien werden häufig mit epileptischen Anfällen verglichen. Das Bewusstsein ist bei einer Kataplexie anders als bei einem epileptischen Anfall nicht getrübt. Bei einer Kataplexie können unterschiedliche Muskelgruppen betroffen sein. Häufig beschränkt sich die Erschlaffung auf die Nacken- und Kniemuskulatur sowie die mimische Muskulatur. Die Atmungs- und Schluckmuskulatur ist nie betroffen. In der Regel hält eine Kataplexie nur wenige Sekunden an. In Einzelfällen können es mehrere Minuten sein. Bei der Narkolepsie Typ 2 kommt es nicht zu einer Kataplexie. Im Anfangsstadium der Narkolepsie sind viele Patienten nicht von einer Kataplexie betroffen. Kataplexien können mit fortschreitender Erkrankung auftreten. Tritt keine Kataplexie auf, ist die Narkolepsie von anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen nur schwer zu unterscheiden. Hier müssen Tests im Schlaflabor gemacht werden. Die symptomatische Narkolepsie ist auf andere Erkrankungen zurückzuführen. In der Regel ist eine Schädigung des Hypothalamus der Narkolepsie Auslöser.
Die Narkolepsie Typ 1 wird dadurch definiert, dass zeitgleich Kataplexien auftreten


Narkolepsie: Therapie

Betroffene haben oftmals einen langen Leidensweg hinter sich. Die vermehrte Tagesschläfrigkeit wird zumeist nicht gleich auf eine Erkrankung zurückgeführt. Erst wenn die ausgeprägte Schläfrigkeit am Arbeitsplatz oder in der Ausbildung zum Problem wird, holen sich Betroffene Hilfe. Doch nicht jeder Arzt erkennt eine Narkolepsie auf Anhieb. Mit dieser Erkrankung sollte man sich immer an einen Narkolepsie Arzt wenden. Der Spezialist weiß, worauf er achten muss. Bei entsprechendem Verdacht können Tests im Schlaflabor erfolgen. Anschließend verordnet der Narkolepsie Arzt seinem Patienten eine angemessene Behandlung. Besonders wichtig für Narkolepsie Patienten ist die nicht-medikamentöse Narkolepsie Therapie. Für die Patienten ist beispielsweise ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus wichtig. Dazu gehört, jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit schlafen zu gehen und zu einer bestimmten Zeit morgens aufzustehen. Wird die Schläfrigkeit am Tag zu stark, können ein bis zwei kleine Nickerchen hilfreich sein. Tätigkeiten, die eine hohe Aufmerksamkeit verlangen und mit einem Verletzungsrisiko verbunden sein können, müssen gut geplant werden. Am besten plant man diese Tätigkeiten zu Zeiten ein, in denen man nicht von seiner Schläfrigkeit übermannt wird. Ein Zeitplan und das Führen eines Tagebuchs können hier helfen.
Narkolepsie-Patienten sollten ihren Bekannten- und Freundeskreis über die Erkrankung informieren
Narkolepsie-Patienten sollten ihren Bekannten- und Freundeskreis über die Erkrankung informieren. Weiß das Umfeld über die Erkrankung Bescheid, kommt es weniger zu Missverständnissen. Die Schläfrigkeit wird manchen Betroffenen als Faulheit oder Trägheit ausgelegt. Da die Narkolepsie noch nicht geheilt werden kann, müssen Betroffene einen Weg finden, mit der Erkrankung umzugehen. Tritt die Narkolepsie am Arbeitsplatz auf, kann dieser gefährdet sein. Viele Betroffene können keinem geregelten Berufsleben nachgehen. Neben der nicht-medikamentösen Narkolepsie Therapie gibt es auch die medikamentöse Behandlung. So sind beispielsweise Stimulanzien wie Ritalin für die Narkolepsie Behandlung zugelassen. Die weitere Behandlung mit Medikamenten wird individuell für jeden Patienten festgelegt. Wer den Verdacht hat, unter einer Narkolepsie zu leiden, sollten sich an einen Spezialisten für diese Erkrankung wenden.
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